Donnerstag, 7. Dezember 2017

Kindheitserinnerungen und ein alter Bär...TREASURES & MEMORIES


Jetzt beginnt sie wieder die geschäftige Vorweihnachtszeit...die Suche nach passenden Geschenken...möglichst früh, so nehmen wir es uns zumindest jedes Jahr vor, damit wir das Bummeln über den Weihnachtsmarkt bei Glühwein und Zimtwaffeln auch so richtig genießen können. Schon seit ein paar Wochen finden wir Lebkuchen, Baumbehang und Glühwein in den Supermarktregalen...es geht unaufhaltsam in die „gemütliche und beschauliche Jahreszeit“ über. Auch in der Needful Friends Bärenwerkstatt laufen die ersten Vorbereitungen für unsere diesjährigen Weihnachtsangebote. Wenn man Abends gemütlich bei Kerzenlicht seine Gedanken kreisen lässt, kommen einem häufig die besten Ideen und Anregungen und eigentlich durch Zufall stolperte ich über ein offensichtlich wieder ganz aktuelles Thema...Nostalgie, denn in der dunkelsten aller Jahreszeiten überfällt uns nicht selten dieses Ziehen und Zwicken in der Seele…wir werden nostalgisch.  Wir alle haben sie...die Erinnerungen an damals, als Weihnachten noch ganz anders gefeiert wurde, ohne Kaufrausch...einfach besinnlicher. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Weihnachten meiner Kindheit…...an den Heiligen Abend, an dem tagsüber die Wohnzimmertür verschlossen blieb...an den Glanz des Weihnachtsbaums mit seinen vielen Lichtern...dieser Moment, wenn die Tür am Abend endlich geöffnet wurde…die Geschenke an sich standen gar nicht im Vordergrund...eher die Stimmung, der Duft von Gänsebraten...der große Teller mit den vielen Naschereien...ich erinnere mich an all die vielen kleinen Geschenke, die oft einen eher ideellen Wert hatten.

An einen Karton gefüllt mir Poesiebildern...Glanzbilder nannten wir sie, weil Einige mit Silber- oder Goldglitzer versehen waren...Motive mit Engeln, Märchenfiguren, Weihnachtsglocken, Nikoläusen oder Lebkuchenmotiven. Wir haben sie mit passenden Sprüchen in die Poesiealben unserer Freundinnen geklebt. Ob es das heut noch gibt? Ich schaue bei google und finde sie tatsächlich...all die alten Motive in Neuauflage gedruckt. Ich suche weiter, ergänze die Suchbegriffe durch die Eingabe Kindheit, sammeln, Dachbodenfund. Mehr als 30 Seiten werden ausgeworfen und ich beginne etwas im Netz zu surfen...Links zu Auktionen und Anzeigen tauchen auf...da gibt es alte Bären, Puppen, Eisenbahnsammlungen in großem Angebot. An einer Kleinanzeige bleiben meine Augen sofort hängen...da schreibt jemand: Kindheit zu verkaufen...altes Spielzeug im Konvolut...ein alter Bär, Holzspielzeug, uralte Tonmurmeln...kleine Schätze, ein Stückchen Geschichte, eine Identität, die nun den Besitzer wechseln sollte. Ich kam zu spät, das Angebot war leider abgelaufen, aber es hat mich dennoch nicht losgelassen. Was waren die Beweggründe, dieses Stück Kindheit zu verkaufen? Wurde es auf dem Dachboden gefunden, nicht mehr gebraucht und noch schnell zu Geld gemacht, geschah es in Verbindung mit einem Todesfall aus emotionalen Gründen oder war es gar ein Notverkauf? Vor einigen Jahren erwarb ich einen uralten Bären, der seit mehr als 80 Jahren in Familienbesitz war...zum Bären gehörte eine ebenso alte handgeschnitzte Holzwiege, in der dieser Bär schon immer gelegen hatte...mitgeliefert wurde ein genauso altes Foto, worauf die Mutter der Besitzerin als kleines Mädchen mit dem Bären und der Wiege zu sehen war.

Ich erwarb den Bären als Komplettpaket mit der Wiege und dem Foto für eine stattliche Summe, die nunmehr die Tochter der mittlerweile verstorbenen Erstbesitzerin für Weihnachtsgeschenke auszugeben gezwungen war. Wie tragisch dachte ich damals...und immer, wenn ich den Bären ansehe, muss ich an dieses Schicksal denken. Aber die zu verkaufende Kindheit brachte mich dennoch auf die Idee, ein ganz besonderes Weihnachtspaket anzubieten...ein Stückchen Nostalgie und Erinnerung an eine vielleicht verlorengegangene, verkaufte und wiedergefundene Zeit...unsere Treasures & Memories Geschenkbox beinhaltet einen Bären im vintage Stil, gefertigt aus altem Sparsemohair und nostalgischem Christbaumschmuck. Box und der Bär sind jedes Jahr neu gestaltet und nur in der Vorweihnachtszeit erhältlich...der diesjährige bärige Freund ist erstmalig in diesem Jahr mit 25 cm etwas größer und einem alten Steiffschnitt angelehnt. Der Bär trägt eine rote Filzmütze und ein Lederhalsband mit roten Schellen. 


Donnerstag, 9. November 2017

Von den Inuit und der Klimaerwärmung ... ANUUK ein Polarbär


Ganz weit oben im Norden in Schnee und Eis liegt Grönland, die Heimat der Inuit. Eine Welt mit enormen Kontrasten...die Insel ist die größte der Welt und hat gleichzeitig die geringste Bevölkerungszahl. Grönland ist größer als Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien, Italien, Griechenland, der Schweiz und Belgien zusammen und doch sind die Grönländer eines der kleinsten Völker der Welt. Die bekannteste Volksgruppe ist das Urvolk der Inuit, auch als Eskimos bezeichnet. Die nördliche Polarregion ist auch die Heimat der Eisbären. Ein unsagbar kaltes und für uns Westeuropäer unvorstellbar ungemütliches Gebiet. Im Jahre 980 nach Christus wurde der Däne Erik der Rote von seiner Heimatinsel verbannt. Im Zuge einer Auseinandersetzung hatte er zwei Männer getötet. Zur Strafe wurde ihm sein Besitz genommen und er wurde für 3 Jahre des Landes verwiesen. Der Verstoßene segelte in Richtung Westen und erreichte eine riesige Insel, auf der er 3 Jahre unter unwirtlichen Bedingungen lebte. Nach seiner Rückkehr in Island schwärmte er von dem grünen Land: Grönland. 

Seine Beschreibung war allerdings etwas geschönt. Im arktischen Sommer gibt es wohl kleine Teile, die mit saftigem Grün bedeckt sind, die Hauptfläche ist jedoch von riesigen Eismassen überzogen, die bis zu 3000 m dick sein können. Das Inuit Urvolk lebt auch heute noch überwiegend von der Fischerei und der Jagd, von der der Eisbär leider auch nicht verschont ist. Der Polarbär wird wegen seines Bärenfells und des Specks gern gejagt, der Jagdtourismus tut zudem sein übriges. Der Bestand der Eisbären schrumpfte in den 50`èr und 60`èr Jahren auf nur 10.000 Tiere weltweit. Die Bedrohung der Bären war so drastisch, dass Kanada und Grönland ein Abkommen unterzeichneten, welches die Jagdquoten auf ein nachhaltiges Maß begrenzen soll. Es wird befürchtet, dass die Lebensräume der Eisbären durch die globale Erwärmung generell drastisch zurückgehen werden. Bei dem Rückgang des arktischen Meereises ist zu erwarten, dass bis Mitte des 21. Jahrhunderts 80% der gegenwärtigen Eisbärenpopulation verloren geht. Als Homage an den Eisbären entstand unser Anuuk, der den Auftakt zu unserem diesjährigen Weihnachtsangebot bildet. In dieser besinnlichen Zeit steigt der Konsum auch zu Lasten unserer Umwelt. Es gibt nur einen Luxus und das ist unsere Natur und ihre Erhaltung. Der Dichter und Umweltaktivist Wendell Berry sagte: Für was ich einstehe, ist das auf dem ich stehe. Anuuk ist ein uralter Stammname der Inuit Indianer aus Alaska und bedeutet 
"Der Bär"


Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Teddybär ist das einzige Spielzeug, das fast alles verlieren kann und dennoch seine Würde und seinen Wert behält...


Mit der dunklen Jahreszeit hält auch die Nostalgie Einkehr in unsere Seelen. Wir erinnern uns gerne an die gute alte Zeit, als alles noch besser und ruhiger war. Wie schön war es, als wir Kinder noch Zeit hatten mit unseren Freunden unterwegs zu sein und unsere Welt noch sorglos und alles noch heil war. Dabei neigen wir dazu, die Vergangenheit rosarot zu malen. Wir behalten überwiegend die positiven Erlebnisse und setzen sie zu einem romantischen Puzzle zusammen. Natürlich war auch früher nicht alles wunderbar, auch wir Kinder hatten unsere Sorgen und Nöte, die wir im Laufe der Jahre verdrängen und wie durch ein Sieb die schönen Dinge im Gedächtnis bleiben. Die Hochzeit unserer besten Freundin, der erste Kuss oder auch traurige Erinnerungen wie die Beerdigung eines geliebten Menschen. Während die Tage davor und danach längst verblasst sind, werden Ereignisse, die mit starken Emotionen verbunden sind als Momentaufnahme dieser Situation im Gedächtnis abgespeichert. Später erinnern wir uns oft verklärt, denn ein farbenfrohes Bild ist aus dem großen Archiv der Erinnerungen später leichter abrufbar. 

In Japan sagt man: Gute Erinnerungen tragen unser Leben. Je mehr positive Erinnerungen wir abgespeichert haben, umso glücklicher ist unser Leben. Wir erinnern uns an Momente, Situationen, Erlebnisse oder auch an Gerüche oder den Geschmack des Sonntagskuchens, den die Oma früher immer gebacken hat. Wir erinnern uns an unser Kuscheltier, das wir als kleines Kind immer dabei hatten, das uns Sicherheit und Beständigkeit gab. Und auch unser Teddybär hatte seinen ganz eigenen Geruch, der uns vertraut und lieb war. Wir erinnern uns an ihn als Gefährten unserer Kindheit. Er ist zum Teil unserer persönlichen Geschichte geworden. Eine Erinnerung, von der wir uns zeitlebens oft nicht trennen können. Viele Menschen heben Erinnerungstücke ihrer Kindheit ein Leben lang auf. Teddybären wurden leider auch schon mal tot geschmust und haben die Zeichen der Zeit nicht überlebt. Ein Stückchen Erinnerung und Kindheit kann unser Memory jedoch wiedergeben. Gefertigt aus altem handgewebten Bauernleinen um 1900 ist er nämlich selber schon ein Stückchen Geschichte und stammt aus einer Zeit, als alte Handwerkskunst noch hoch geschrieben wurde. Sein Leinenpelz ist edel und bodenständig zugleich...ein Teil Vergangenheit, die wir in diesem Bären noch einmal aufleben lassen. Ein Sprichwort sagt: Manchmal erkennen wir den Wert eines Moments erst dann, wenn er zur Erinnerung wird...

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Butternut Squash...


Der Butternuss Kürbis ist die Edelsorte unter den Kürbissen. Er wird aufgrund seiner Form auch als Birnenkürbis bezeichnet und gehört zu den Moschuskürbissen. Er ist weicher und gefälliger in der Verarbeitung als sein kleiner Bruder der Hokkaido Kürbis, der eine ausgesprochen feste Schale und ebenso festes Fruchtfleisch hat. Der Butternut Squash, wie er in englischen Sprachgebrauch genannt wird ist milder mit leicht nussiger Note und wird gern zusammen mit dem Hokkaido Kürbis für Suppen verarbeitet. Der Butternuss Kürbis ist in seinem Nährwert etwas gehaltvoller als andere Kürbisse. Er ist dennoch recht fettarm und reich an Vitamin C sowie Carotin, Calcium, Kalium und Magnesium. Seine Schale ist leicht gelblich, sein Fruchtfleisch zart, hellorange mit einer leichten Butternote, die ihm seinen Namen einbrachte. Eine Butternuss Kürbissuppe ist eine wahre Delikatesse, zudem ist er kühl gelagert recht lange haltbar, so lange er nicht aufgeschnitten wurde. Danach sollte er schnell verarbeitet werden. Mit Gewürzen darf man bei dem Prachtkerl ruhig etwas experimentieren. Knoblauch, Curry, Kurkuma und Chili gefallen ihm besonders gut. Seit einigen Jahren ist der Kürbis bei den Needful Friends fest im Programm und jedes Jahr um Halloween erhältlich. Dieses Jahr haben wir ihn als Butternuss Kürbis einmal ganz neu präsentiert und finden, dass er auch hervorragend in die bärige Cucina hinein passt. In Amerika wird der Butternut Squash gern als Süßspeise in Pie und Pudding verarbeitet. Unser kleines Männlein ist wie sein Hokkaido Bruder jedoch eher als Augenschmaus geeignet. Süß wie Pudding ist er allemal...


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Von einheimischen und tropischen Nüssen...


Der Herbst hat schon früh in diesem Jahr an unsere Tür geklopft. Die Blätter haben sich gefärbt und die ersten beginnen zu fallen. Eine farbenfrohe Jahreszeit beginnt, die mich immer gerne wieder in den Wald treibt. Der frische Duft von Moos, feuchten Blättern und Nadelzweigen ist nur ein Highlight des Waldspaziergangs. Jetzt finden wir Kastanien, Nüsse und Steinpilze, die jedes Sammlerherz höher schlagen lassen. Jetzt beginnt die herbstliche Bäckerei und Nüsse kommen hier ganz besonders zur Geltung. Der gemeine Hasel oder Haselnussstrauch ist eine Pflanzenart aus der Familie der Birkengewächse. Der Paranussbaum gehört zu den Tropenfruchtbaumgewächsen und ist in den Regenwäldern Südamerikas beheimatet. Wie alle Nussarten sind beide reich an Protein und Mineralstoffen. In der Needful Friends Bärenwerkstatt fanden eine tropische und eine einheimische Nuss auf wundervolle Art zusammen...HAZEL und BRAZIL NUT sind jeweils 12 cm groß und kommen in gefilzter Nussschale ins neue Heim. Die Bärchen gibt es zur Zeit zum Sonderpreis in unseren 

Donnerstag, 21. September 2017

...alt wie METHUSALEM...


Wenn jemand die 100 Lebensjahre überschritten hat, hören wir häufig er ist…alt wie Methusalem. Methusalem, der Großvater Noahs, wurde, laut dem 1. Buch Mose, wenn man der Bibel Glauben schenken darf, 969 Jahre alt. Kann es so etwas überhaupt geben? Die Geschichte der Israeliten und ihr Verständnis von der Entstehung der Welt, der Genesis, wurde lange Zeit mündlich überliefert. Erst Jahrhunderte später folgte die theologische Deutung und Niederschrift, so dass Übertragungsfehler nicht ausgeschlossen sind, denn Mond- und Sonnenzyklen wurden offensichtlich miteinander verwechselt. Aus 969 Mondjahren kann man 78,5 Lebensjahre ableiten, was schon wesentlich realistischer ist. Aber auch heute gibt es vereinzelt wirklich sehr alte Menschen. Forschungen ergaben, 150 Genvarianten sorgen für ein langes Leben. Eine Französin ist zZ mit 114 Jahren der derzeit älteste lebende Mensch der Welt. Eine Südfranzösin lebte 122 Jahre und 164 Tage und verstarb im Jahre 1997. Industrialisierung, bessere Hygiene und medizinische Fortschritte haben die Altersgrenzen nach oben verschoben. Was aber genau unsere Lebenserwartung bestimmt, ist unerschlossen. Zu viele Faktoren beeinflussen unsere körperliche Gesundheit und geistige Vitalität. 

Forscher der Boston Universität haben sich auf die Jagd nach den Methusalem-Genen gemacht und 150 verschiedene Merkmale im Erbgut identifiziert, die ein langes Leben versprechen können.  Wer viele Methusalem Gene in sich trägt, hat gute Chancen auf ein langes Leben. Dennoch wird gesundes Altern nicht allein durch Gene bestimmt, denn Rauchen, fehlende Bewegung und schlechte Ernährung sind immer noch die gängigsten Abkürzungen in den Tod. Unser Methusalem trägt weder die entsprechenden Gene in sich, noch muss er auf gesunde Ernährung achten. Die biologische Uhr eines Bären läuft unabhängig von den genannten Einflüssen weiter. Gute Pflege und Liebe ist jedoch auch für einen alten Bären unabdingbar und maßgeblich für ein langes Leben, denn auch der Teddybär feierte vor 114 Jahren seinen Geburtstag. Die wenigen Bären, die aus der Gründerzeit noch vorhanden sind, hätten alle den Namen Methusalem verdient und auch dieser Bär hat den Ausdruck und Charakter eines richtig alten Bären. Welche Geschichten könnte er uns wohl erzählen? Es wäre sicher genauso spannend ihm zu lauschen, wie die vielen Geschichten, die uns mancher 100- Jährige erzählen könnte…

Donnerstag, 31. August 2017

Vollzeit Prinzessin MAJA...


Es ist schon einige Jahrzehnte her...da hat man alte ausdruckstarke Bären der Gründerfirmen noch auf Flohmärkten, Dachböden oder Großmutters Erinnerungskiste gefunden, wo sie abgeliebt und vergessen ihr Dasein fristeten. Auch heute noch schlummert auf alten Dachböden und Speichern altes Spielzeug, das irgendwann einmal in staubige Schränke verbannt wurde, Dinge die offensichtlich keiner mehr braucht, oder die Platz für Neues machen mussten. Zwischen alten Kleidern, Büchern, Truhen und Kisten kann man so manchen Schatz entdecken und in Erinnerungen schwelgend auf eine spannende Zeitreise gehen. Der gute alte Petz war uns ein Freund mit grossem Anpassungsvermögen, Seelentröster und Begleiter in allen Lebenslagen. Nicht selten wurden auch diese treuen Gefährten später in Schachteln verpackt und auf Dachböden verstaut, wo sie Jahrzehnte geduldig auf ein besseres Leben gewartet haben, bis sie an neue Generationen weitergereicht wurden. Viele Bären haben den Lauf der Zeit nicht überlebt oder sie sitzen immer noch in verstaubten Ecken auf kalten Speichern und warten auf bessere Tage. 

Auch unsere Prinzessin Maja hat viele Jahre des Wartens hinter sich und es ist ganz offensichtlich zu erkennen, dass sie schon bessere Tage gesehen hat. Der Blick auf ihren alten Pelz, ihre aristokratische Haltung und ihre edle, etwas verschmutzte Kleidung zeigen, dass sie aus einem besseren Hause zu stammen scheint. Auch sie hatte vermutlich irgendwann ausgedient und wurde in den frühzeitigen Ruhestand auf den Dachboden verbannt. Dort hat sie viele kalte Winter und unerträglich heisse Sommer warten müssen. Maja hat für eine Prinzessin ein dunkles und unwürdiges Dasein fristen müssen, bis sie neu entdeckt und noch einmal für ihre Berufung als Seelentrösterin und treue Begleiterin zurechtgemacht und geschult wurde. Der heutige Arbeitsmarkt ist schonungslos und bietet nur wenig Platz für Vollzeit Prinzessinnen wie Maja. Wie oft hat sie die Worte sie sei nicht qualifiziert oder zu lange raus aus dem Geschäft gehört. Es hat sie etwas entmutigt, möchte sie doch auch noch einmal gebraucht und geschätzt werden. Sie hat viel zu bieten…ein stets offenes Ohr für Sorgen jeder Art, Treue und wahre Freundschaft. Maja möchte lieben und geliebt werden. Sie hat nicht verlernt, wie man repräsentiert und ihre vornehme Erscheinung hat auch nach vielen Jahren Speicherdasein nichts von ihrem Glanz verloren. Wer gibt unserer Vollzeit-Prinzessin noch einmal eine Chance? Ein Sprichwort sagt: Wenn sich eine alte Tür schliesst, öffnet sich eine Neue. Das wünschen wir auch unserer Maja, die eine wahre kleine Prinzessin ist. 

Mittwoch, 26. Juli 2017

Das Märchen von der BALLERINA und dem tapferen Zinnsoldat...


Aus meiner Kindheit ist mir das Märchen von der Ballerina und dem Zinnsoldaten stets in Erinnerung geblieben. Geschrieben wurde es von Hans Christian Andersen und erzählt von dem tapferen Zinnsoldat, der auf dem Regal eines SPielwarengeschäfts sitzt. Ihm gegenüber sitzt die kleine Ballerina in alte Spitze gekleidet, er verliebt sich in sie und bewacht sie rührend. Eines Tages wird sie verkauft und er gerät in den Kanal, wo er weggeschwemmt wird und durch viele Kinderhände geht, bis er eines Tages seine Ballerina wieder trifft. Sie beschliessen gemeinsam in das Feuer der Liebe zu springen, um für immer vereint zu sein. 

Donovan bastelte aus dem Märchen in den 60´er Jahren einen Song: 
Once in a town in the black forest a little white toy-shop stood.
And the little tin soldier with only one leg lived in a castle of wood.
And across the room on another shelf stood a little glass case,
And a tiny ballerina lived in there all in her dress of lace.
And from where the little tin soldier stood they could see each other so clear
And the little tin soldier watched over her with a love that was so dear.
Then one day sadness came: the tiny ballerina was sold.
The little tin soldier was thrown away and into the gutter he rolled.
The water carried him to the sea and many far-off lands.
He made many children happy as he passed through their tiny hands.
And then one day they met again in a house in the land of Eire
And when the clocks on the wall struck the midnight hour
They jumped into a fire
And in that fire they shall stay
Forever in the day.
For the fire, Lord, is the fire of love,
Just like the peaceful dove.

Unsere kleine Ballerina ist 16 cm groß und wurde einer starken Vintagebehandlung unterzogen. Auch ihr schönes Kleid aus original alter Spitze wurde ihrem antiken Stil angepasst. Dazu trägt sie eine Perlenkette, die einen schönen Kontrast zum übrigen Nostalgiecharme bildet. Die Ballerina erinnert an die alten und abgeliebten Bären, die man immer seltener auf Antikmärkten zu sehen bekommt. Sie scheinen selten geworden zu sein, die alten Bären mit Seele, die tief in unser Herz schauen und den Wunsch erwecken sie zu beschützen.


Freitag, 16. Juni 2017

Teddy FRÖHLICH...


Ein Sprichwort sagt: Lehrjahre sind keine Herrenjahre! So hat mancher Kindheitsbär nach treuer Pflichterfüllung als Seelentröster und Freund in allen Lebenslagen sein Dasein später auf Dachböden in Pappschachteln verbringen müssen auf bessere Tage hoffend. Mancher Bär wurde später wieder entdeckt und von seinem Dachbodendasein erlöst. Musste erneut Kinderseelen trösten und mit seinem abgeliebten Pelz in mancher dunklen Nacht als Trostspender herhalten. Viele Bären haben die Jahrzehnte nicht überlebt, lösten sich irgendwann auf oder wurden kaputt und schmutzig aus Hygienegründen entsorgt und in den Müll geworfen. Der eine oder andere Bär hatte Glück und überlebte die Spuren der Zeit. Man kann sie, wenn auch selten, auf Regalen zwischen alten Büchern finden, wo sie ihren Altersruhesitz gefunden haben. Teddy Fröhlich erinnert an diese alten und abgeliebten Bären und hat trotz augenscheinlich schweren Zeiten seine Fröhlichkeit nicht verloren. Der Bär ist 24 cm groß, entstand nach einem neuen Schnittmuster, das an die alten Nachkriegsbären erinnert, und kommt mit Geschenkschachtel ins neue Heim, die ebenfalls einer Vintagebehandlung unterzogen wurde...



Dienstag, 4. April 2017

JUDAS ein Dachbodenfund...


Es ist schon einige Jahrzehnte her...da hat man alte ausdruckstarke Bären der Gründerfirmen noch auf Flohmärkten, Dachböden oder Großmutters Erinnerungskiste gefunden, wo sie abgeliebt und vergessen ihr Dasein fristeten. Als die Sammelwelle in den 80èr Jahren aus den USA nach Europa kam, interessierten sich plötzlich nicht nur Privatsammler sondern vor allem Händler mit dem untrüglichen Blick des blitzartigen Erkennens für die Ware Bär. So mancher Petz tauschte damals seine anonyme Existenz gegen eine ungewisse Zukunft ein. Später erzielten die wenigen noch übrigen Exemplare in den großen Auktionshäusern geradezu Höchstpreise. ...heute findet man den guten alten Petz mit abgeschabtem Pelz, kaputter Nase und aufgeplatzten, oft vielfach geflickten Beinen und Pfoten kaum noch käuflich zu erwerben. Nach den ersten großen Sammeljahren aus den USA und England überschwappend entstanden die ersten Künstlerbären als ein Ersatz für die alten abgeliebten Steiffbären, die auf dem Markt kaum noch zu bekommen waren...die wenigen Exemplare, die über Auktionshäuser oder aus Privatbesitz angeboten wurden, waren für den Normalverdiener kaum bezahlbar. 


Künstlerbären nach alten, klassischen Vorbildern erhielten eine ganz neue Akzeptanz und erfreuten sich großer Beliebtheit. Mittlerweile findet man sie im Vintage Stil in erstaunlich großer Vielfalt...Bären mit Seele, die bereit sind, Sammlerherzen zu erobern...auch unser Judas ist so ein antikbehandelter Bär mit dem Charakter eines richtig alten abgeliebten Bären. Sein Fell wurde gerupft und antikbehandelt, seine Spitzenschleife ist eine original alte Antikspitze, die um ein Antiketikett ergänzt wird. Auf dem Schild stehen die Worte: Be glad of life, because it gives you the chance to play and love and look up at the stars. Judas ist ein lebensbejahender Bär, der dem Dachbodendasein entsprungen zu sein scheint und trotz seiner augenscheinlich alten Tage seine Freude am Leben nicht verloren hat. 


Mittwoch, 29. März 2017

von Ostern und dem Eiermalen...


Ostern rückt näher und langsam wird es höchste Zeit, die ersten Vorbereitungen zu treffen. Auch unser Hasenhans hat sich an Pinsel und Farbe herangetraut und ist fleissig dabei, Eier zu bemalen. Der Hase zeigt sich dieses Jahr in rotbraunem Fellkleid aus feinem Schulte Stoppelmohair gefertigt. Seine Schielaugen sind ganz auf den Osterzweig und die marmorierten Eier gerichtet und er kann es kaum erwarten, den Pinsel zu schwingen und seine Gänseeier zu färben. Bekleidet ist der Hasenhans mit einer hellgrünen Filzhose und einem Lederhalsband mit antiken rostigen Schellen. Ganz neu im Design sind seine Ohren, die innen mit Draht versehen und somit biegsam sind. Der diesjährige Hase ist eine gelungene Ergänzungt zu den Hasen der vergangenen Jahre, die mit Schlappohren versehen waren. Hasenhans ist mit Ohren gemessen 20 cm groß und darf seine bunt bemalten Gänseeier, die seinem Fell und seiner Hose farblich angepasst sind, in das neue Zuhause mitnehmen. Wir wünschen euch allen frohe Ostern...

Sonntag, 19. März 2017

NATHAN, Ostern und die Nostalgie...


Die Osterzeit rückt näher und es wird langsam Zeit, die ersten Eier anzumalen. Dieses Jahr haben wir uns einmal auf eine ganz neue, eher nostalgische Art an die Ostereier herangewagt. Aus altem Zeitungspapier kann man wunderschöne Ostereier zaubern...einfach Eierförmig ausschneiden, mittig falten und in Lagen übereinander kleben, fertig sind die Nostalgie Ostereier. Wir erinnern uns gern an alte Zeiten, als Feste wie diese noch von Ruhe und Gemütlichkeit geprägt waren. Heute läuft die Uhr etwas schneller, echte Eier werden durch Kunststoffeier ersetzt und oft kann man sie auch bunt und fertig bedruckt in den Geschäften kaufen. Wir hängen sie gern in den Vorgarten, da sie ja wetterfest sind, aber die guten alten handbemalten Eier können sie dann doch nicht ersetzen. Das einzige, das sich nicht verändert hat ist, dass Küken auch heute noch aus Eiern schlüpfen, auch wenn viele in der Massentierhaltung keine erbauliche Zukunft haben, aber das ist ein anderes Thema. Unser Nathan fügt sich in diese nostalgische Richtung wunderbar ein. Der Bär ist 14 cm groß und wurde einer aufwändigen Antikbehandlung unterzogen. Er trägt eine Seidenschleife, die ebenfalls antikbehandelt ist mit einen Namenanhänger. Nathan´s Fell wurde gerupft und gefärbt, der Bär hat nun den Charakter eines richtig alten Bären. Die Lieferung erfolgt in einer ebenfalls nostalgischen Geschenkschachtel mit einem Papierei zum aufhängen.


Freitag, 10. März 2017

Woodstock, Frühling und ein Nandu Ei...


...die ersten zarten Knospen strecken schon ganz vorsichtig ihre Köpfe aus dem Boden und wir alle erfreuen uns an den ersten wärmenden Sonnenstrahlen...auch wenn das Wetter noch sehr unbeständig ist, so kann der Frühling nicht mehr weit sein...dann beginnt wieder die Zeit unserer Osterangebote...in der wir auf eine kleine Zeitreise gehen und von den Frühlingsfesten der alten Ägypter und Germanen berichten werden...von alten Osterbräuchen erzählen, warum wir überhaupt Eier verstecken und was der Osterhase eigentlich mit alle dem zu tun hat. Als Vorboten auf die ersehnte Frühjahrs- und Osterzeit, präsentieren wir Euch heute den kleinen Woodstock. Der kleine Bär entstand aus einem brandneuen Miniaturschnitt mit farblich abgesetzter Nasenpartie. Woodstock lebt in einem naturbelassenen Nanduei, das mit antiker Holzwolle ausgekleidet ist. 


Mittwoch, 22. Februar 2017

PEANUT ein Teacup Chihuahua...


Mit dem kleinen Chihuahua Peanut erweitern wir das Angebot an Hunden aus der Needful Friends Werkstatt. Die kleinen drolligen Kerlchen haben eine mehr als 150 Jahre alte Geschichte, die Rasse hat ihren Ursprung in Mexico in der Provinz Chihuahua. Der Chihuahua gilt als kleinste Hunderasse der Welt, wobei der Teacup Chuihuahua der absolute Zwerg unter den Chihuahuas ist. Es gibt den Kurzhaar-, den Langhaar- und den Nachtchihuahua, Seinen Namen erhielt er, weil er in der Tat im Welpenalter in eine Teetasse passt. Ausgewachsen wiegt der Chihuahua idealerweise zwischen 1,5 und 3 Kilogramm. Die sehr beliebte Hunderasse erreicht eine Größe von 15 bis 20 cm Schulterhöhe, markant sind seine großen Augen, die hoch abstehenden Ohren mit einem Apfelförmigen Kopf. Der Chihuahua ist sehr einfühlsam und intelligent und findet auch häufig als Therapiehund seine Aufgabe. Die Rasse hat zu Unrecht den Ruf, ein Schoßhund zu sein, denn sie ist sehr agil und bewegungsfreudig. Zur Bildung dieses negativen Rufes haben unter anderem diverse Prominente beigetragen, die ihre Chihuahuas mehr wie modische Accessoires, denn als Hunde behandeln.

Auch ein kleiner Mann braucht entsprechende Erziehung, denn diese Hunde bellen gern, um sich Gehör zu verschaffen, da sie aufgrund ihrer geringen Größe gern übersehen werden. Mit Geduld kann man diesen Hunden viel beibringen, Zeit und Aufmerksamkeit sind für jeden Hundehalter ein muss, denn ohne Zuwendung verkümmern sie. Aus guter Zuchtlinie ist der Chihuahua ein selbstbewusster Hund mit viel Temperament, der sich auch am Spiel mit anderen Hunden erfreut. Voraussetzung ist hier jedoch eine frühe Sozialisierung, da er sonst zum Kläffer wird. Wir beginnen mit der Sozialisierung ganz früh und haben dem kleinen Männlein einmal eine ausgewachsene Hundedame präsentiert. Sie scheint ihm zu gefallen. Noch trennen die beiden einige Zentimeter und während die Dame sehr frein herausgeputzt ist, scheint unser Peanut die Sandkastenspiele noch zu bevorzugen und mit der Sauberkeit nimmt er es offenbar auch nicht so genau. Aber er hat mit seinen 16 cm Körpergröße ja noch ein wenig Zeit. Der französische Nobelpreisträger Sully Prudhomme sagte: Zwei Freunde müssen sich im Herzen ähneln, in allem anderen können sie grundverschieden sein.



Sonntag, 12. Februar 2017

Geburtstage und andere Erlebnisse...


Geburtstage soll man feiern heißt es. Hat man ein gewisses Alter überschritten, nehmen diese Tage oft an Bedeutung ab. Leider, denn auch ein Alter zu erreichen ist in den heutigen unruhigen Zeiten längst nicht mehr selbstverständlich. Der Zufall brachte mich in die Comedian Show De Maulwurfn, denn dieser gastierte mit seiner ZEHAGE Show ausgerechnet an meinem Geburtstag in Neunkirchen in der Gebläsehalle im schönen Saarland. So wurde kurzerhand die Geburtstagsfeier umdisponiert und stattdessen der üblichen Kaffee und Kuchen Runde gab es eine Abendveranstaltung, die sicher lange nicht nur mir sondern auch meinen Gästen in Erinnerung bleiben wird. Der Comedian René Marik lieferte mit seiner Handpuppe "De Maulwurfn" eine gelungene Show, die sich mit Charme, Witz und Geist live natürlich viel signifikanter präsentierte als man es von den YouTube Videos kennt. Es war für alle ein unvergesslicher Abend und selbst unser Jubiläumsbär Bolle durfte mit gehen, kam für ein Foto mit dem Maulwurfn sogar Backstage und am Ende gab es dann noch die Handpuppe Kalle, die jeder Fan natürlich auf seiner Eisscholle bestens in Erinnerung hat. Leider war der Maulwurfn selbst als Handpuppe ausverkauft. 

Erlebnisse sind die Quellen, aus denen jeder Teil eines künstlerischen Werkes gespeist wird...Wilhelm Dilthey (1833 - 1911), deutscher Philosoph, Geschichts- und Literaturwissenschaftler.

Samstag, 21. Januar 2017

Neujahr, Glücksbringer und ein Panda...


Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und sicher habt Ihr schon auf ein Neujahrsangebot in unserem Shop gewartet. Leider war es nicht früher möglich und so stellen wir heute etwas verspätet unseren Glücksbringer Bären für das Jahr 2017 vor. In Japan ist das Neujahresfest eines der wichtigsten Feste des Jahres, wobei Silvester nicht der Höhepunkt der Feierlichkeiten bedeutet und auch nicht mit Feuerwerk gefeiert und beendet wird. Es ist vielmehr die Vorbereitung aus das Neujahrsfest, das sich bis weit in den Januar hinein zieht und mit dem Klang buddhistischer Tempelglocken beginnt. Neujahr wird ähnlich wie bei uns das Weihnachtsfest zelebriert und mit Geschenken an Kinder und Verwandte begangen. 

Zum Jahreswechsel sieht man überall mit Kiefernzweigen, Strohgebinden und Reiskuchen geschmückte Hauseingänge. Das Familienfest wird mit traditionellen Jahreswechsel-Nudeln aus Buchweizen, die ein langes Leben versprechen, und Geschenken gefeiert. Abends besucht man die buddhistischen Tempel, in denen die Silvesterglocken…Joya-no-kane…das alte Jahr ausläuten…sie schlagen 108 mal zur Mahnung an die 108 Bindungen der Menschheit an die irdische Welt. Bei den ersten Tempelbesuchen im neuen Jahr, den Hatsumode, ist das Gebet für Gesundheit und Glück, aber auch der Kauf von neuen Glücksbringern besonders wichtig. Yoski bedeutet Güte, Glück...und so steht der Bär sinnbildlich als Glüchsbringer für Glück und Gesundheit im neuen Jahr.